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SWISS LONGHORN - Reisen im Wohnmobil


Reise 5

5/8/2025

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Juni - Juli - August 2025

Elsass-Luxemburg und die Moselregion

25.-30. Juni 2025 - Vogelgrun/Colmar

Wir starten unsere neueste Reise nach einer ruhigen und ereignislosen Fahrt von Kriens aus nach Norden. Unser erstes Ziel ist, wie bereits so oft, der Camping Car Park Stellplatz Vogelgrun in Frankreich. Der Sommer ist so richtig in Fahrt gekommen und es ist brütend heiss im Moment. Ein konkretes Reiseziel haben wir nicht, einfach in allgemeiner Richtung Norden. Der Weg ist das Ziel.
Wir sind erschlagen von der aktuellen Hitzewelle und haben irgendwie gar keine Lust auf grosse Aktivitäten. Es ist einfach zu heiss und wir bewegen uns möglichst wenig, sondern  sitzen am liebsten vor dem Wohnmobil am Schatten. Trotzdem entscheiden wir uns, am Samstag nach Colmar zu fahren. Der Bus hält glücklicherweise direkt vor dem Stellplatz und so steigen wir ein und lassen uns im klimatisierten Fahrzeug nach Colmar chauffieren. Die Stadt kennen wir bereits von einigen Besuchen und können inzwischen sagen, dass es in jeder Jahreszeit schön ist in Colmar. Heute ist es aber so heiss, dass wir nur einen kurzen Spaziergang machen und uns dann ein schattig gelegenes Restaurant suchen und ein leckeres Eiscafe bestellen. Wir bleiben nicht sehr lange in der Stadt und fahren wieder zurück auf den Stellplatz. Es bringt einfach nichts und der Hitze geschuldet hat es auch sehr wenige andere Passanten oder Touristen im Städtchen. Es ist, auch wenn ich mich wiederhole, mit weit über 30 Grad im Schatten einfach zu heiss.
Wir bleiben am Sonntag noch auf dem Stellplatz in Vogelgrun und schauen uns die Wetterprognosen für die nächsten Tage an. Es wird eher noch heisser, als kühler in den nächsten Tagen. Es macht einfach keinen Spass bei diesen Temperaturen. Natürlich haben wir eine Klimaanlage im Wohnmobil. Aber um die Vorzüge dieser Klimaanlage zu geniessen, müssten wir rein sitzen. Und das kann ja echt nicht sein, dass wir bei schönstem sommerlichen Wetter im Auto hocken. Irgendwie komisch dieses Camperleben ;-(
Nein, im Ernst, es gefällt uns, unser Leben auf Achse, auch wenn es aktuell nicht gerade spassig ist. Aber wir sind ja noch am Anfang der Reise und recht nahe von zu Hause. So treffen wir die Entscheidung, am nächsten Tag vorübergehend wieder nach Hause zu fahren und die Reise fortzusetzen, wenn der Sommer wieder normaler und die Temperaturen zum Aushalten werden.

09.-10. Juli - Vogelgrun

Wir waren etwas mehr als eine Woche zu Hause und haben die Hitzewelle ausgesessen, Roger's Mammi und Freunde besucht und uns auf die Weiterweise gefreut. Am 09. Juli war es dann soweit. Wir setzen die Reise dort fort, wo wir sie unterbrochen haben. In Vogelgrun. Das Ziel ist dasselbe - in Richtung Norden.

10.-12. Juli - Bühl

Wir reisen weiter in Richtung Norden und testen den ersten Stellplatz von Camping Car Park in Deutschland. Den Stellplatz in Bühl. Der Platz ist eigentlich super gelegen. Ruhig, in einem Quartier bei einem Sportplatz. Nahe zum Zentrum und der Altstadt. Wie es aussieht, hat eine Schule dort Sporttag oder so ähnlich. Auf jeden Fall sehen wir viele mehr oder weniger sportliche Kinder und hören ab und zu unverständliche Lautsprecherdurchsagen. Und wie es so ist, an solchen Anlässen, geht es nicht lange, bis die Ambulanz vorfährt. Das Kind wird dann aber nicht mitgenommen und in Spitalpflege gebracht. Zum Glück war es offenbar nichts schlimmes. Die Lehrerin wartet vor dem Sportplatz mit dem Jungen auf den Vater, der das humpelnde Kind abholt. 
Wir machen einen Ausflug mit den e-Bikes nach Bühl und schlendern etwas durch die Altstadt. Auf einem Platz, in der Nähe vom Rathaus hat es viele schöne Gartenlokale. Uns sticht sofort eine Pizzeria ins Auge, welche allerdings erst um 18.00 Uhr öffnet. Da wir noch etwas zu früh sind, setzen wir uns ins benachbarte Lokal und bestellen einen Apero. In "unserer" Pizzeria kommt langsam Bewegung rein. Das Personal beginnt die Tische draussen zu decken und obwohl wir eigentlich davon ausgehen, spontan einen Tisch für zwei zu erhalten, geht Roger schnell die paar Meter rüber und macht eine Reservierung. Und siehe da, es ist gar nicht so einfach... Wir bekommen tatsächlich den letzten noch verfügbaren Tisch. Muss wohl der Top-Italiener in der Stadt sein. Und ja, die Pizza war sehr lecker.

Nach dem Essen fahren wir zurück zum Stellplatz Ich persönlich finde diesen gut. Nichts besonderes, ok. Ein Kiesplatz, wie so viele andere auch, aber mit schönen, grosses Parzellen. Sandra gefällt es allerdings nicht so besonders und sie fühlt sich nicht so wohl. Vor allem das eher komisch anmutende Wohnhaus in direkter Nachbarschaft stört sie. Das Haus ist wirklich etwas komisch, oder besser gesagt, die Bewohner. So machen wir uns nach zwei Nächten auf und Reisen weiter.

12.-14. Juli - Seltz

Wir wechseln wieder auf die andere Seite des Rheins und fahren nach Seltz in Frankreich. Es sind nur etwas mehr als 30 km zu fahren. Wir kommen wie meistens irgendwie nicht voran, was die Distanzen angeht. Aber wir wollen ja die Umgebung kennenlernen und nicht möglichst viele Kilometer fahren. Von daher: Läuft bei uns ;-)
Seltz selber ist einfach so ein kleines französisches Dörfchen mit, vor allem, Einfamilienhäusern. Nichts besonders, nichts was man besuchen und anschauen könnte, nichts das Touristen anlockt. Die Lage am Rhein ist aber wunderschön. Wir haben eine kleine, gemütliche Fahrradtour in der Umgebung gemacht und neben Enten auch Störche, Roger's neuen Lieblingsvogel, gesehen.
Der Stellplatz in Seltz ist echt super und toll. Direkt an einem kleinen See gelegen, mit traumhaftem Sonnenuntergang und zum Platz gehörendem Restaurant. Wir gönnen uns einen leckeren Flammkuchen und gehen satt, glücklich und zufrieden ins Bett. Für mehr als zwei Nächte reicht es dann aber doch nicht - aber eine Rückkehr auf diesen schönen Platz ist in Zukunft durchaus denkbar.

14.-18. Juli - Sarreguemines

Heute fahren wir etwas weiter als nur 30 Kilometer. Aber auch keine grosse Strecke. Immerhin rund 100 Kilometer legen wir in nicht ganz zwei Stunden hin. Ist ja vielleicht auch nicht schlecht, wenn der Motor mal nicht nur im Standgas läuft und etwas warm wird... Unser Ziel liegt westlich in Sarreguemines oder auf Deutsch Saargemünd. Der Ort liegt direkt an der Grenze zum deutschen Saarland.
Der Stellplatz liegt direkt an der Saar und in Sichtweite befindet sich die Schleuse Nr. 27. Für uns Landratten ist es immer wieder faszinierend die vielen Hausboote zu sehen und den Vorgang an der Schleuse zu beobachten. Ein grosser Vorteil dabei ist es, dass es jedes mal klingelt, wenn ein Schiff in die Schleuse fährt. So verpassen wir keinen dieser spektakulären Momente. Aber trotzdem gut, dass es das auf Wohnmobilstellplätzen nicht gibt. Würde es bei jedem Wohnmobil klingeln, das neu auf den Platz fährt, wäre es dann schon etwas nervig... Die Stadt selber ist nicht speziell sehenswert. Aber nur wenige Minuten vom Stellplatz entfernt gibt es einen grossen Supermarkt. So haben wir ein paar kleine Radtouren, vor allem entlang der Saar gemacht und sind viel auf dem Stellplatz gewesen, haben Boote geschaut und gechillt und jeden Abend fein gekocht. 

18.-23. Juli - Remich

Wir planen unsere Etappen vermutlich eher unkonventionell. Suchen uns Stellplätze aus, die von der Entfernung für uns passen und informieren uns über Google Maps, wie der Stellplatz so ist. Schauen die Fotos und Rezensionen an, checken die Einkaufsmöglichkeiten aber informieren uns eigentlich fast nie über den Ort an und für sich. Wir lassen uns in dieser Hinsicht gerne überraschen und gefällt uns der Platz und der Ort, dann bleiben wir länger. Ansonsten sagen wir Adios und reisen weiter. Bis jetzt sind wir super gefahren auf diese Weise und wurden eigentlich noch nie enttäuscht. Genau so verhält es sich auch wieder in Remich.
Remich liegt in Luxemburg, östlich der gleichnamigen Hauptstadt des Kleinstaates. Für uns ist es der erste Besuch in Luxemburg und wir sind begeistert. Sowohl von Remich, der Hauptstadt aber auch von der Lage des Stellplatzes. Dieser liegt direkt an der Mosel, welche die Grenze zu Deutschland bildet. 
Die Temperaturen sind nach wie vor sommerlich heiss. Nicht mehr so schlimm wie zu Beginn unserer Reise, aber trotzdem noch echt heiss. Wir möchten auf jeden Fall im Moment nicht im Süden sein, wo teilweise Temperaturen über 40 Grad herrschen. Bei einer kleinen Erkundungstour mit dem Rad rund um den Stellplatz haben wir eine Minigolfanlage, direkt an der Mosel und direkt gegenüber vom Stellplatz gesehen. Also, los und eine runde Minigolf gespielt. Gewonnen hat... Sandra! Herzliche Gratulation. 
Das Wappen von Remich zeigt einen Löwen. Es hätte aber auch die Gans sein können. Am gesamten Uferbereich der Mosel hat es unzählige Wildgänse. Sogar an der Bushaltestelle spazieren sie gemütlich hin und her. Sie sehen allerdings nicht nur hübsch und niedlich aus, sie müssen halt ab und zu auch mal ein Geschäft erledigen. So sehen die Trottoirs bei der Schiffstation zum Beispiel recht versch.... aus.
Remich hat eine hübsche kleine Altstadt und der Mosel entlang viele schöne Restaurants, was einem, vor allem bei so schönen Wetter, ein bisschen mediterranes Flair vermittelt.
Nach Luxemburg dauert die Fahrt mit dem Auto von Remich aus rund 30 Minuten. Mit dem Wohnmobil besuchen wir logischerweise keine grossen Städte und mit den e-Bike wäre es uns viel zu weit. Wie gut es doch ist, dass Luxemburg über einen gut ausgebauten ÖV und eine topmoderne Fahrzeugflotte verfügt. Die Bushaltestelle ist zudem direkt vor dem Stellplatz und das Beste: Im ganzen Land ist der gesamte ÖV kostenlos... Wir verbringen also einen Tag in Luxemburg und geniessen den Ausflug, trotz etwas Regen und kühleren Temperaturen, in die Hauptstadt sehr.

23.-28. Juli - Traben-Trarbach

Wir verlassen Luxemburg, sind aber sicher, dass es nicht unser letzter Besuch auf dem Stellplatz in Remich war. Die Reise geht wieder zurück nach Deutschland, rund 100 Kilometer in Nordöstlicher Richtung, bleiben dabei aber der Mosel treu. 
Die beiden Stadtteile Traben und Trarbach werden durch die Mosel getrennt und sind durch eine Brücke mit einem imposanten Tor verbunden. Beide Stadtteile sind unterschiedlich und haben  ihren eigenen Charme. Uns gefällt es hier sehr gut und da auch der Stellplatz supertoll ist und wir langsam aber sicher ans Ende unserer Reise kommen, bleiben wir für ein paar Tage hier.
Wir geniessen die Tage hier an der Mosel, lassen es gemütlich angehen und geniessen das süsse Nichtstun.
Am 26. Juli, unserem Hochzeitstag, machen wir eine kleine Ausfahrt mit den Fahrrädern, als wir zufällig am gegenüberliegenden Moselufer Zelte und ein Karussell entdecken. Juhui, offenbar ein Wochenmarkt mit Chilbi denken wir und radeln über die Brücke zum vermeintlichen Marktplatz. Es stellt sich dann heraus, dass es eher ein Festplatz ist. So lassen wir uns in einem der Festzelte nieder und bestellen eine Flasche vom lokalen Weisswein, welcher hier überall zu recht moderaten Preisen an den Ständen verkauft wird. Plötzlich hören wir Musik und eine Blaskapelle marschiert über die Brücke in Richtung Festgelände - passt, da läuft was heute, denken wir und waren nicht schlecht erstaunt, als wir vor der Blasmusik eine Truppe junger Männer sehen die eine Art Maibaum auf den Schultern tragen. Darauf sitzt eine Dame. Die Sitzposition sieht eher ungemütlich aus und die Dame ist sicher nicht traurig, dass der Umzug zu Ende ist und sie runtergelassen wird. Es stellt sich dann heraus, dass diese junge Frau die amtierende Weinkönigin ist. So kommen wir unverhofft noch zum Genuss von etwas Lokalkultur und sind Teil eines mit Sicherheit wichtigen Brauchs in einer traditionellen Weinbaugegend.

28.-30. Juli - Sarreguemines

Wir beschäftigen uns langsam aber sicher mit dem Reiseende und der Rückkehr nach Hause. Die Strecke von Traben-Trarbach nach Luzern beträgt rund 500 Kilometer - oder, mit dem Wohnmobil etwa 7 Stunden. Das tun wir uns nicht an - vor allem, weil wir noch genügend Zeit für die Heimreise haben. So entscheiden wir, noch zwei Stopps auf dem Heimweg einzulegen. Den ersten davon planen wir in Sarreguemines, wo es uns eigentlich ganz gut gefallen hat.
Wir bleiben zwei Nächte, gehen in den Supermarkt einkaufen, etwas Radfahren und schauen weiter den Booten zu. Eine riesengrosse Schweizerfahne am Schiff kann man machen, muss man aber nicht. Immerhin waren sie nicht sichtbar betrunken und haben nicht gegrölt, die Schweizer.

30. Juli - 05. August - Vogelgrun

Es spielt überhaupt keine Rolle, ob ihr das beim lesen langweilig findet oder nicht. Uns gefällt es einfach in Vogelgrun. Und von dort aus sind wir dann auch schnell wieder zu Hause. So ist die letzte Etappe einer Reise entspannt und wir sind rechtzeitig in Emmen, wo unser Wohnmobil steht, wenn wir zu Hause sind. Und wir müssen dann auch nicht spätabends noch mit den e-Bike nach Kriens fahren. 
Wettertechnisch war alles dabei, ausser Schnee. Wir hatten schön und warm aber auch Regen und warm (inkl. Regenbogen). Also wesentlich angenehmer als beim Start unserer Reise am gleichen Ort. Am 01. August gab es ein feines Raclette. Am Tag darauf gingen wir in den Obi-Baumarkt und kauften UHU-Kleber. Viele Carthago Fahrer haben offenbar das Problem mit sich ablösenden Kantenumleimern an den Holzteilen im Innenraum. Einige haben wir auf Garantie neu kleben lassen. In der Zwischenzeit und wohl auch den superheissen Temperaturen geschuldet, sind wieder diverse Kanten lose oder sogar abgefallen. Sollte mit Sicherheit bei einem so teuren Fahrzeug nicht passieren. Aber was sollen wir uns aufregen und zig Mal in die Werkstatt fahren. UHU Kleber Transparent und wir leimen uns einen Wolf. Bis jetzt hält es und Zeit um zu kleben haben wir ja. Ach ja, ein Basilikum soll offenbar gegen die Wespen, welche in der Zwischenzeit ziemlich präsent und nervig sind, helfen. Also kauft Sandra ein paar Tag vor der Heimreise noch einen Basilikumstock und stellt diesen draussen auf den Tisch. Sie behauptet auch heute noch, es hätte funktioniert - ich lasse sie in dem glauben und frage mich, warum erst am zweit- oder drittletzten Tag? Den Basilikum haben wir dann zu Hause noch weitergepflegt. Und er hat auch in der Schweiz seinen Dienst getan ;-)
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